- Jun 27
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Updated: Jul 9
Wenn ein Angehöriger plötzlich Pflege braucht, stehen viele Familien vor einer großen Frage: Was kostet eine 24-Stunden-Betreuung in Österreich – und kann ich mir das leisten?
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Förderungen ist professionelle Betreuung zuhause für viele Familien erschwinglich. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alle Kosten transparent und zeigen, welche staatlichen Unterstützungen es gibt.
Was ist 24-Stunden-Betreuung?
Bei der 24-Stunden-Betreuung lebt eine selbstständige Betreuungskraft direkt im Haushalt Ihrer Angehörigen. Sie übernimmt Grundpflege, Haushaltsführung, Gesellschaft und Begleitung – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.
Das Modell funktioniert im 28-Tage-Turnus: Eine Betreuungskraft ist vier Wochen im Einsatz, danach kommt eine Ablöse. So ist die Betreuung lückenlos und Ihre Angehörigen bleiben in ihrer vertrauten Umgebung zuhause.
Was kostet 24-Stunden-Betreuung in Österreich?
Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen:
1. Einmalige Aufnahmegebühr (einmalig bei Vertragsbeginn): EUR 360 inkl. MwSt. Darin enthalten: persönliche Bedarfserhebung, individueller Betreuungsplan und Dokumentation.
2. Tageshonorar der Betreuungskraft: ab EUR 95 pro Tag (variiert je nach Pflegegrad). Bei einem 28-Tage-Turnus ergibt das ca. EUR 2.660 bis EUR 3.080 pro Monat.
3. Monatspauschale Alpenruh Betreuung: EUR 280 pro Monat (inkl. MwSt.) für Organisation, Koordination.
4. Fahrkostenpauschale (pro Turnus, Hin- & Rückfahrt): EUR 150 bis EUR 300, je nach Herkunftsland und Entfernung der Betreuungskraft. Dieser Betrag wird transparent vor Vertragsbeginn kommuniziert.
Welche Förderungen gibt es?
Der österreichische Staat unterstützt Familien mit mehreren Förderungen:
Pflegegeld (monatlich, je nach Pflegestufe):
Stufe 1: EUR 192
Stufe 2: EUR 354
Stufe 3: EUR 551
Stufe 4: EUR 728,80
Stufe 5: EUR 1.123
Stufe 6: EUR 1.568
Stufe 7: EUR 2.061
Förderung für 24-Stunden-Betreuung (Bundeszuschuss, Sozialministeriumservice):
EUR 800 pro Monat bei selbstständigen Betreuungskräften im 28-Tage-Modell. Voraussetzung: Pflegestufe 3 oder höher (oder Stufe 1/2 mit ärztlichem Attest).
Beispielrechnung für Pflegestufe 4 (28-Tage-Modell):
Tageshonorar 28 Tage × EUR 95: EUR 2660
+ Monatspauschale Alpenruh: EUR 280
+ Fahrkostenpauschale: EUR 150 bis EUR 300
− Bundeszuschuss: − EUR 800
− Pflegegeld Stufe 4: − EUR 728,80
= Eigenanteil Familie: ab ca. EUR 1612 pro Monat (vor steuerlicher Absetzbarkeit)
Wie beantrage ich die Förderung?
1. Pflegegeld beantragen: Beim zuständigen Pensionsversicherungsträger (PVA, SVS oder BVAEB).
2. Bundeszuschuss für 24h-Betreuung beantragen: Beim Sozialministeriumservice (www.sozialministeriumservice.at).
Fazit: 24-Stunden-Betreuung ist leistbarer als gedacht
Mit Pflegegeld und dem staatlichen Bundeszuschuss reduziert sich der Eigenanteil für viele Familien auf einen realistischen Betrag. Gleichzeitig bleibt Ihr Angehöriger in seiner vertrauten Umgebung – das ist unbezahlbar.
Haben Sie Fragen zu den Kosten oder Förderungen? Wir berechnen Ihnen Ihren individuellen Eigenanteil kostenlos und unverbindlich.
Telefon/WhatsApp: +43 664 99618174
E-Mail: info@alpenruh-betreuung.at
Web: www.alpenruh-betreuung.at
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